| Home Profil Fun |
#22 Linux 03.06.2007
Kernelparameter mit sysctl anzeigen und setzenVoraussetzung ist, dass die Unterstützung für das proc-Pseudodateisystem in der Kernelkonfiguration aktiviert ist (CONFIG_PROC_FS=y) und proc nach /proc gemountet ist. Dies führt dazu, dass man auf alle verfügbaren Kernelparameter zur Laufzeit unterhalb von /proc/sys/ zugreifen kann. Um einen einzelnen Parameter auszugeben verwendet man das Kommando cat. cat /proc/sys/vm/min_free_kbytes Um diesen Wert zu ändern, schreibt man den gewünschten Wert mit echo hinein. echo "4096" > /proc/sys/vm/min_free_kbytes Man kann auch alle Parameter auf einmal ausgeben. Der folgende Befehl listet alle Kernelparameter zusammen mit den Werten und Pfaden unterhalb von /proc auf. sysctl -a Änderungen die zur Laufzeit in /proc gemacht werden gehen beim nächten Reboot verloren. Für eine dauerhafte Zuweisung neuer Werte kann man Einträge in /etc/sysctl.conf machen. Dazu muss man den Pfad unterhalb von /proc zum gewünschten Parameter heraussuchen. Für eine korrekte Syntax ersetzt man in diesem Pfad die Schrägstriche durch Punkte. Ein Beispiel: Dauerhaft /proc/sys/vm/min_free_kbytes auf 4096 setzen. vi /etc/sysctl.conf vm.min_free_kbytes=4096 Um alle Parameter in /etc/sysctl.conf neu einzulesen ist kein Reboot erforderlich. Mit dem folgenden Kommando kann man das zur Laufzeit tun. sysctl -p Auch eine beliebige andere Konfigurationsdatei kann so eingelesen werden. sysctl -p /etc/sysctl_new.conf |