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Die folgende Geschichte handelt von einer segensreichen Erfahrung im Haus von Mutter Teresa, welches sich mitten in Kalkutta, Indien befindet. Ich war gerade dabei eine Reise auf die Philippinen zu planen. Es gab leider keine Direktflüge mehr, ich musste also einige Zwischenstops einlegen. Die Dame im Reisebüro zeigte mir mehrere Möglichkeiten. Ich war irgendwie hungrig auf ein richtiges Abenteuer und deshalb suchte ich mir den verrücktesten Ort aus, der auf meiner Route lag: Kalkutta, Indien. Dort wollte ich 4 Wochen bleiben, bevor ich weiter auf die Philippinen flog. Ich hatte überhaupt keine Ahnung worauf ich mich da einließ. Als ich dann schließlich dort ankam und mitten in Kalkutta das Taxi verließ, dachte ich mir zieht jemand den Teppich unter den Füßen weg. Ich hatte schon einige arme Regionen und Länder gesehen, auch in Indien. Aber was ich dort an Armut, Verzweifelung und Chaos sah, war schlicht unfassbar. Als ich mich nach einigen Tagen halbwegs gesammelt hatte begann ich die Stadt zu erforschen. Zuallerst wollte ich das Haus von Mutter Teresa besuchen, welches als Zentrum für ihre Arbeit hier in Kalkutta diente. Tatsächlich war das Haus nur wenige Kilometer von meinem Hotel entfernt, jedoch brauchte ich mehrere Stunden um dort hin zu gelangen. Es war ein Irrwitz, fast alle Taxifahrer kannten weder dieses Haus noch hatten sie jemals von Mutter Teresa gehört. Aber schließlich stand ich dann doch an der Eingangstür und war am Ziel meines Tagesausflugs. Die Tür war offen und so ging ich einfach hinein. Im Innenhof waren nur sehr wenige Menschen, ein paar Touristen und einige Schwestern der Organisation. Sie begrüßten mich mit einem herzlichen Lächeln :-) Wie sich herausstellte gab es nur einen weiteren Raum zu besichtigen. Also zog ich meine Schuhe aus wie alle anderen und betrat den Raum. Darin waren auch nur drei oder vier Besucher und etwas was aussah wie ein Altar. Er war dekoriert mit Kerzen und orangefarbenen Blüten. Einer der Besucher verneigte sich gerade davor. Ich zog es vor mich auf eine einfach Holzbank an der Wand zu setzen und dort etwas auszuruhen. Nach einiger Zeit entspannte ich mich und begann mich zu fragen, was dieser seltsame Altar wohl zu bedeuten hatte. Er war irgendwie zu tief und die Form war überhaupt nicht typisch für einen Altar. Alles in allem war der ganze Platz ziemlich enttäuschend, es gab nichts weiter zu sehen oder zu bestaunen. Jedoch nach einiger Zeit wie ich da so auf der Bank saß und auf den Altar schaute änderte sich die Situation. Ganz plötzlich fühlte ich mich sehr merkwürdig im Magen und in meinem Herz, so als ob tiefe Gefühle hervorkommen wollten. Dann passierte es: Plötzlich wurde ich mit einem unvorstellbaren Segen und Liebe überschüttet, die nicht in Worte zu fassen sind. Damit einher kam der ganze Schmerz meines Lebens und meiner Seele und trat ins Bewußtsein. Ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet, ich wollte doch nur Sightseeing machen. Eine Tür zu meinen tiefsten Gefühlen öffnete sich und die Tränen liefen mir übers Gesicht. Ich brauchte alle Willenskraft um mich unter Kontrolle zu halten. Aber es war nicht möglich diese immense Heilkraft zurückzuhalten. Das ganze war zu heftig. Ich verließ den Raum, da ich nicht in der Öffentlichkeit in Tränen ausbrechen wollte. Es war die stärkste Heilkraft, die ich je in meinem Leben erfahren habe. Später als ich mich wieder gesammelt hatte fragte ich eine der Schwestern, was es denn mit diesem seltsamen Altar auf sich hat. Sie erklärte mir, dass dieser "Altar" in der Mitte des Raumes in Wirklichkeit das Grab von Mutter Teresa ist. Auf meinem Weg zurück ins Hotel teilte ich mir ein Taxi mit einem britischen Touristen, der ebenfalls diesen Ort besucht hatte. Ich erzählte ihm von meinen Erlebnissen und er sagte mir, dass er dort genau die gleiche Erfahrung gemacht hatte. Am nächsten Tag wollte ich nochmal hin und dieses mal eben vorbereitet, sodass ich nicht wieder weglaufen muss und mich stattdessen heilen lassen kann. Wie am Tag zuvor nahm ich ein Taxi, ging zu dem Haus, betrat den Innenhof, zog meine Schuhe aus und setzte mich im besagten Raum auf die Holzbank. Ich wartete gespannt auf die Energie... und wartete und wartete, lange Zeit. Aber nichts geschah. Enttäuscht verließ ich den Platz. Manchmal passieren an besonderen Orten magische Dinge. Meine Erfahrung ist, dass sie meist nur einmal passieren und zwar dann wenn man zum ersten Mal einen solchen Ort besucht. |